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Ratgeber

WhatsApp-Betrug: So erkennen Sie die „Hallo Mama“-Masche

Kurz erklärt
  • Eine unbekannte Nummer schreibt „Hallo Mama“ oder „Hallo Papa“, angeblich vom neuen Handy. Bald darauf geht es um eine dringende Überweisung.
  • Überweisen Sie nichts. Rufen Sie Ihr Kind unter der alten, bekannten Nummer an.
  • Schon bezahlt? Bank kontaktieren, Chat sichern, Anzeige bei der Polizei erstatten.
„Hallo Mama, das ist meine neue Nummer, bitte speichere sie ab.“ So oder ähnlich beginnt eine bekannte Betrugsmasche auf WhatsApp und per SMS. Dahinter stecken in aller Regel nicht Ihre Kinder, sondern Betrüger, die es auf Ihr Geld abgesehen haben. Hier erfahren Sie, wie die Masche abläuft, woran Sie sie erkennen, wie Sie richtig reagieren und wie Sie Ihr WhatsApp-Konto schützen. Die Hinweise stützen sich auf die Polizei, die Verbraucherzentrale, die Bundesnetzagentur und die WhatsApp-Hilfe, die Quellen stehen am Ende des Beitrags.

So läuft die „Hallo Mama“-Masche ab

  1. Eine unbekannte Nummer meldet sich, angeblich Ihre Tochter oder Ihr Sohn. Das alte Handy sei verloren gegangen oder es gebe ein neues, Sie sollen die neue Nummer speichern.
  2. Es folgt zunächst harmlose Plauderei.
  3. Dann kommt eine Notlage: Eine Rechnung müsse dringend bezahlt werden, und das Online-Banking funktioniere auf dem neuen Handy noch nicht. Ob Sie das Geld schnell überweisen könnten?
Laut Polizei fordern die Täter meist Summen zwischen 1.000 und 3.000 Euro.

Woran Sie die Betrugsnachricht erkennen

  • Die Nachricht kommt von einer unbekannten Nummer.
  • Der Absender behauptet, ein neues Handy oder eine neue Nummer zu haben.
  • Nach kurzer Zeit geht es um Geld, oft mit einer Notlage als Begründung.
  • Es wird Druck gemacht: Die Zahlung müsse schnell erfolgen, etwa um ein Inkassoverfahren abzuwenden.
  • Laut Verbraucherzentrale fallen fast immer Fehler in Rechtschreibung oder Zeichensetzung auf.

So reagieren Sie richtig

  • Kein Geld überweisen. Gehen Sie unter keinen Umständen auf die Geldforderung ein.
  • Erst anrufen, dann speichern: Rufen Sie Ihr Kind unter der alten, bekannten Nummer an, bevor Sie eine angeblich neue Nummer speichern. Oft fliegt der Schwindel dadurch auf.
  • Nicht mit den Betrügern schreiben oder telefonieren, auch nicht zum Spaß.
  • Blockieren und melden: Öffnen Sie in WhatsApp den Chat, tippen Sie oben auf die Nummer und dann auf „Blockieren und melden“. WhatsApp erhält dabei die letzten fünf Nachrichten, der Absender erfährt davon nichts.
  • Polizei informieren und den Chat danach löschen.

Sie haben schon Geld überwiesen?

  • Bank kontaktieren: In einigen Fällen kann das Geld zurückgeholt werden.
  • Chat nicht löschen: Sichern Sie den gesamten Chatverlauf, zum Beispiel mit Screenshots.
  • Anzeige erstatten: bei jeder Polizeidienststelle oder in vielen Bundesländern online, in Niedersachsen über die Onlinewache der Polizei.
Und ganz wichtig: Schuld sind nicht die Opfer, sondern die Täter. Eine Anzeige hilft der Polizei, die Masche zu verfolgen.

Nummer bei der Bundesnetzagentur melden

Sie können die Nummer zusätzlich bei der Bundesnetzagentur als Betrugsverdacht melden. Auf der Seite Ärger mit Rufnummern finden Sie unter „Nicht verlangte SMS“ ein Beschwerdeformular, das auch Nachrichten über Messenger wie WhatsApp abdeckt. Die Bundesnetzagentur kann bei Betrug die Abschaltung einer Rufnummer anordnen.

So schützen Sie Ihr WhatsApp-Konto

  • Bestätigungscode nie weitergeben: Den Code zur Bestätigung Ihres Kontos braucht niemand außer Ihnen.
  • Verifizierung in zwei Schritten einschalten: Auf dem iPhone tippen Sie in WhatsApp unten auf „Du“ (je nach Version „Einstellungen“), dann auf „Konto“ > „Verifizierung in zwei Schritten“. Auf Android tippen Sie auf die drei Punkte > „Einstellungen“ > „Konto“ > „Verifizierung in zwei Schritten“. Dort legen Sie ein Passwort fest.
  • Profilbild nur für Kontakte: Unter „Einstellungen“ > „Datenschutz“ > „Profilbild“ wählen Sie „Meine Kontakte“ (auf Android erreichen Sie die Einstellungen über die drei Punkte). Standardmäßig kann jeder Ihr Profilbild sehen. Laut Polizei können Betrüger daran zum Beispiel Ihr Alter abschätzen.

Familie und Freunde warnen

Die Polizei rät, das eigene Umfeld zu warnen. Sprechen Sie mit Eltern, Großeltern und Freunden über die Masche. Eine einfache Abmachung hilft: Eine neue Nummer wird erst gespeichert, wenn man unter der alten Nummer kurz nachgefragt hat.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich den „Hallo Mama“-Betrug?
Eine unbekannte Nummer meldet sich als Ihr Kind mit angeblich neuem Handy und bittet Sie, die neue Nummer zu speichern. Nach etwas Plauderei geht es um eine Notlage und eine dringende Überweisung, oft mit der Begründung, das Online-Banking funktioniere auf dem neuen Handy noch nicht.
Was soll ich tun, wenn ich so eine Nachricht bekomme?
Überweisen Sie kein Geld und schreiben Sie nicht mit den Betrügern. Rufen Sie Ihr Kind unter der alten, bekannten Nummer an. Blockieren Sie die unbekannte Nummer, melden Sie den Vorfall der Polizei und löschen Sie danach den Chat.
Ich habe schon Geld überwiesen. Was jetzt?
Kontaktieren Sie Ihre Bank, in einigen Fällen kann das Geld zurückgeholt werden. Löschen Sie den Chat nicht, sondern sichern Sie ihn mit Screenshots, und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Das geht in vielen Bundesländern auch online.
Wie schütze ich mein WhatsApp-Konto?
Geben Sie den Bestätigungscode von WhatsApp niemals weiter und schalten Sie die Verifizierung in zwei Schritten ein. Stellen Sie außerdem ein, dass nur Ihre Kontakte Ihr Profilbild sehen.

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Hilfe vor Ort in Lüneburg

Sie haben eine verdächtige Nachricht bekommen, oder Sie möchten WhatsApp bei sich oder Ihren Eltern sicher einstellen? Ich gehe die Einstellungen mit Ihnen in Ruhe durch und zeige Ihnen, worauf Sie achten sollten. Selbstverständlich behandle ich alles, was ich dabei sehe, streng vertraulich. Mehr dazu unter Handy- und Tablet-Hilfe in Lüneburg.

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Stand: November 2026. Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine individuelle Prüfung oder Rechtsberatung. Menünamen in WhatsApp und Formulare der genannten Stellen können sich ändern.
07.11.2026
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