Passwort-Manager: Passwörter sicher verwalten und einrichten
Online-Shop, Bank, Streaming, E-Mail: Für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort zu merken, ist kaum möglich. Genau dafür gibt es den Passwort-Manager. Hier lesen Sie, was ein Passwort-Manager ist, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie Sie Ihre Passwörter sicher verwalten. Die Hinweise stützen sich auf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Was ist ein Passwort-Manager?
Laut BSI verwahrt ein Passwort-Manager Ihre Passwörter verschlüsselt und schützt sie mit einem komplexen Masterpasswort. Sie müssen sich dann nur noch dieses eine Passwort merken. Solche Programme können außerdem starke Passwörter erzeugen und bereits verwendete oder schwache Passwörter kennzeichnen. Viele warnen auch vor Phishing, etwa wenn sich die Adresse der aufgerufenen Webseite von der gespeicherten unterscheidet.
Passwörter sicher verwalten: Warum ein Manager hilft
Das BSI empfiehlt, für jeden Account ein eigenes starkes Passwort zu verwenden. Wer viele Online-Accounts hat, behält mit einem Passwort-Manager den Überblick, ohne Passwörter mehrfach zu benutzen.
Welchen Passwort-Manager wählen? Darauf kommt es an
Das BSI rät, sich vor der Wahl zu informieren, welcher Passwort-Manager vertrauenswürdig ist, etwa über Tests von Fachmagazinen. Achten Sie dabei auf Folgendes:
- Der Manager sollte Passkeys oder die Zwei-Faktor-Authentisierung unterstützen, als Ersatz oder Ergänzung zum Masterpasswort.
- Bei Lösungen mit Cloud-Speicherung sollten Sie klären, wo die Daten liegen und wie gut sie dort geschützt sind. Das steht meist in den Datenschutzhinweisen des Herstellers.
Browser-Passwort-Manager oder eigenständiges Programm?
Passwort-Manager im Browser, zum Beispiel in Chrome oder Firefox, sind bequem. Das BSI weist aber darauf hin, dass Browser dem Thema keine oberste Priorität geben und Zugangsdaten dort relativ leicht von Schadsoftware ausgelesen werden können. Das BSI empfiehlt deshalb eigenständige Programme.
Masterpasswort und zweiter Faktor absichern
- Das Masterpasswort muss stark sein. Verlieren Sie es, können im schlechtesten Fall alle gespeicherten Daten verloren gehen.
- Sichern Sie Ihre Geräte zusätzlich mit PIN oder Passwort und halten Sie Updates aktuell.
- Für besonders wichtige Konten rät das BSI zu einem zweiten Faktor. Das gilt vor allem für Ihr E-Mail-Konto, weil sich darüber oft andere Anmeldungen zurücksetzen lassen.
Backup und Notfall: Masterpasswort vergessen
Legen Sie nach BSI-Empfehlung regelmäßig ein unabhängiges Backup an, zum Beispiel durch den Export Ihrer Passwörter. Informieren Sie sich vorab, wie Sie bei Verlust des Masterpassworts vorgehen können. Manche Anbieter bieten dafür einen Wiederherstellungsschlüssel an, den Sie ausdrucken und sicher aufbewahren sollten.
Es geht auch ohne Passwort-Manager
Wer keinen Passwort-Manager nutzen möchte, kann Passwörter laut BSI auch auf Papier notieren. Bewahren Sie die Liste dann sicher auf, etwa in einer abschließbaren Schublade, und legen Sie eine Ersatzliste an. Auf dem Computer sollten Passwörter nie unverschlüsselt abgelegt werden.
Häufige Fragen
Weitere Ratgeber
- Phishing-Mails erkennen: Warnzeichen laut BSI und wo Sie sie melden.
- Falscher Microsoft-Anruf und gesperrter Computer: So erkennen Sie den Betrug.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und ersetzt keine individuelle Prüfung Ihres Geräts oder Ihrer Situation.
14.10.2026
